Aber, Doktor...
T’Len
2000
Serie:
TOS
Code: R
Feedback: tlen11@freenet.de
Summe:
McCoy erwischt endlich seine Freunde, aber wobei?
Erstveröffentlichung in der Amok Times Nr.
21,
der Clubzeitschrift des ClassiKS-Clubs (http://www.geocities.com/classiks1701/index.html)
Disclaimer: Paramount/Viacom gehört das ganze Star Trek Universum plus Inventar. Ich habe die Jungs nur für ein bisschen Spaß ausgeborgt. Keine Rechte sollen verletzt werden. Keine Kohle wird damit gescheffelt. Es ist nur "fanfiction" und wer zu jung ist, sollte wo anders spielen gehen. Vielen Dank an Lady Charena für ihre nie nachlassende Hilfe.
„Pille, hast du irgendeine Art Gleitcreme?“ Leonard McCoy
blickte auf, als sein Captain und Freund aufgeregt in die Krankenstation
stürmte. Die etwas ungewöhnliche Anfrage – zumindest aus Jim Kirks Mund –
überraschte den Doktor doch sehr.
„Was willst du denn damit?“, fragte er deshalb zurück.
Jim zuckte beiläufig mit den Schultern. „Ach Spock will da
was ausprobieren.“
‚Aha, also endlich!’ In McCoys Kopf läuteten einige
Glöckchen. ‚Wurde ja auch Zeit, dass die zwei es merken, wie verliebt sie in
einander sind.’
Als McCoy Jim eine Tube reichte, sparte er nicht mit guten
Ratschlägen. „Nehmt reichlich davon. Gerade beim ersten Mal kann es schmerzhaft
werden. Und wenn ihr irgendwelche medizinische Hilfe im Nachhinein braucht...“
Er hielt verblüfft inne, denn Jim war schon wieder
hinausgestürmt.
///////////
Leonard McCoy konnte beim besten Willen – nicht, dass er es
wirklich versucht hätte – verhindern, dass seine Fantasie Purzelbäume schlug
über das, was wohl gerade zwischen Jim und Spock ablief.
Die Geräusche, die aus des Captains Kabine drangen, als er –
rein zufällig natürlich – kurze Zeit später daran vorbeiging, bestätigten nur
seine Vermutungen.
„Du hattest
recht Spock, so klappt es.“
„Ja Jim, es
funktioniert, genau, wie es soll.“
„Und passt
perfekt. Wunderbar.“
McCoy wollte gerade lächelnd weitergehen, als plötzlich die
Tür zu Jims Kabine aufglitt und etwas Rots an ihm vorbeiraste. Erschrocken
sprang der Arzt zur Seite.
In der Tür erschien ein wütender Jim Kirk, gefolgt von einem
überrascht wirkenden Spock, der einen seltsamen Metallkasten in der Hand hielt.
Beide waren zu McCoys Überraschung voll bekleidet.
„Verdammt, das Ding muss den automatischen Türsensor
ausgelöst haben.“ Jim fluchte. „Hol’ es zurück, Spock, schnell. Bevor noch
jemand drauftritt.“
Spock betätigte einige Tasten auf dem seltsamen Kasten und
das rote Etwas raste erneut heran. Jetzt erkannte McCoy, dass es sich um die
Nachbildung eines altmodischen Fortbewegungsmittel, ein Auto, wenn er sich recht
erinnerte, handelte.
„Sagt mal, was treibt ihr da eigentlich?“, fragte er
verwundert.
Jim hob das Spielzeugfahrzeug, welches vor seinen Füßen
stehen geblieben war, auf und deutete einladend auf die Tür. „Komm’ doch rein,
Pille.“
Nachdem alle drei eingetreten und der kleine Flitzer sicher
auf dem Schreibtisch verstaut war, setzte Jim zu einer Erklärung an.
„Spock hat mir das alte Automodell zu Weihnachten geschenkt.
Du weißt doch auch um, meine Vorliebe für Antiquitäten und Modelle. Nur leider
wollte das Ding nicht funktionieren. Irgend etwas klemmte, aber jetzt geht es.
Übrigens danke für die Creme. Ich wollte keines von Scottys Schmiermitteln
nehmen. Wer weiß, wie die empfindliche Mechanik auf die aggressiven Stoffe
reagiert hätte. Glücklicherweise kam Spock dann auf die Idee mit der
Gleitcreme.“
McCoys Kinnlade klappte nach unten. „Ihr habt die Creme
DAFÜR verwendet?“
„Ja, klar.“ Jim lächelte unschuldig. „Wofür dachtest du
denn?“
„Äh, nichts.“ McCoy errötete. „Ich glaube, ich gehe jetzt
besser.“
Doch so leicht, ließ sich ein Jim Kirk nicht abfertigen.
„Keine Chance. Los Pille, raus mit der Wahrheit!“
Der Arzt schluckte nervös. „Nun ich dachte, ihr verwendet
sie dafür, wofür sie auch gedacht ist. Du weißt schon...“
Spocks rechte Augenbaue schoss in die Höhe.
„Du meinst wir schlafen miteinander?“, fragte Jim mit
gespielter Entrüstung.
„Ja, ich dachte doch nur... Ich meine...“, stotterte McCoy
hilflos. „Ihr seid so gute Freunde und...“
„...da denkst du gleich, wir treiben es zusammen.“, eine
steile Falte erschien auf Jims Stirn. „Ich muss schon sagen, Pille, diesmal
bist du zu weit gegangen. Ich weiß nicht, ob ich das ungeahndet stehen lassen
kann.“
„Es tut mir leid, Jim, Spock... ehrlich. Ich bin schon
weg.“ McCoy machte auf dem Absatz kehrt
und eilte hinaus, noch bevor irgend jemand etwas sagen konnte.
Kaum hatte sich die Tür hinter ihm geschlossen, brach Jim in
helles Gelächter aus. „Oh Gott, hast du den Gesichtsausdruck gesehen?“, japste
er.
Spock schüttelnde mit nicht ganz ernstgemeinter
Missbilligung den Kopf. „Meist du nicht, du warst etwas zu gemein zu ihm, Jim?“
Jim nahm Spock in den Arm. „Iwo, das geschieht ihm recht,
warum mischt er sich in unsere Privatangelegenheiten ein.“
„Meinst du nicht, wir sollten hin langsam einweihen?“ Spock
zog Jim enger an sich.
„Nein noch nicht.“ Jim schüttelte den Kopf. „Ich finde
unsere „Heimlichkeiten“ so erregend und romantisch. Aber ich verspreche dir,
eines Tages erkläre ich ihm, dass wir ihn nur deshalb gefragt haben, weil wir
nicht unsere gute Sandelholz-Creme für das Auto nehmen wollten.“
-Ende-