Am 7.10.1949 wurde die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Anders als möglicherweise viele denken, war die DDR nicht der erste, sondern der zweite deutsche Staat. Die BRD war bereits 23.05.1949 gegründet worden.

Die DDR war meine Heimat bis ich 18 Jahre war, meine gesamte Kindheit also. Dann wurde mir meine Heimat genommen. Da ich mich als Kind bzw. Jugendlicher noch nicht mit Politik beschäftigte, sehe ich die DDR bis heute ganz neutral als "mein Vaterland", was mir genommen wurde.

Es war mit Sicherheit nicht alles richtig, nicht alles so wie es sein sollte, aber kommt Leute, im Westen war und ist auch nicht alles Gold was glänzt. Manchmal spiegelt sich nur das Sonnenlicht im Spiegel und wir stürzen uns wie Elstern auf das Blitzen und Blinken. Es gab vieles was ich vermisse, z.B. die Solidarität. Das fehlt mir wirklich. Auch finde ich es schade, dass es heute fast ausschließlich um Geld geht. In der DDR hatten nur wenige ein Telefon ... und? Hat uns das umgebracht? Auf ein Auto musste man bis zu 20 Jahren warten ... und? Waren unsere Straßen nicht wesentlich ruhiger?

Westfernsehen gab es in den meisten Teilen der DDR, so dass man nicht wirklich am A**** der Welt wohnte. Ich persönlich habe mich jedenfalls immer als recht informiert empfunden, was das Leben im Westen anging. Der Vergleich Tagesschau - Aktuelle Kamera war auch immer ein Spaß, weil es in den DDR Nachrichten meist nur um irgendwelche Planerfüllungen ging, in der Tagesschau dagegen von Arbeitslosenzahlen und Arbeitgeber/Arbeitnehmer Arbeitsmärkten die Rede war.

Ich wollte 1989 auch eine Veränderung, eine Wende, aber ich wollte nie diesen würdelosen "Tod" und das komplette Verschwinden meines Landes von der Landkarte. Manchmal fühle ich mich heimatlos, denn das Land in dem ich geboren wurde, existiert nicht mehr...

Ostalgie 2010.

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Happy Birthday ... and R.I.P. ... Deutsche Demokratische Republik!

Herzlichen Glückwunsch, 20 Jahre Deutschland!

Nach der Wende war ursprünglich der Tag des Mauerfalls von 1989, der 9. November, als Nationalfeiertag vorgesehen. Wegen der Datumsgleichheit mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch von 1923 sowie der Novemberpogrome 1938 galt dieses Datum als ungeeignet, so dass der 3. Oktober, der Tag an dem die deutsche Einheit vollzogen wurde, als Nationalfeiertag festgelegt wurde.

Grund für die Wahl des 3. Oktobers war, dass im Laufe der Ereignisse des Jahres 1990 seitens der DDR aus Furcht vor einem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch ein früher Termin angestrebt wurde und Mittwoch, der 3. Oktober 1990 der frühestmögliche Termin war, der nach der KSZE-Außenministerkonferenz vom 2. Oktober lag, in der diese Außenminister über das Ergebnis der Zwei-plus-Vier-Verhandlungen informiert werden sollten: Anfang Juli hatten die Regierungen der beiden deutschen Staaten einen Zeitplan beschlossen, der für den 14. Oktober Landtagswahlen in der DDR und gesamtdeutsche Wahlen für den 2. Dezember vorsah.

In der Folge kam es, während die Verhandlungen zum Einigungsvertrag liefen, sowohl in der DDRals auch in der Bundesrepublik zu politischen Debatten über Wahlrechts– und Datumsfragen. Parallel verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation in der DDR zusehends, so dass Lothar de Maizière, nach der ersten freien Volkskammerwahl DDR-Ministerpräsident, auf einen möglichst frühen Beitrittstermin drängte. Anfang August scheiterte allerdings im Bundestag ein Vorziehen des Termins der gesamtdeutschen Wahl auf den 14. Oktober, so dass es hierfür beim 2. Dezember blieb. Vor diesem terminlichen Hintergrund der angesetzten gemeinsamen Wahl und dem geltenden deutschen Wahlrecht waren Wählerlisten spätestens 8 Wochen vor der Wahl zu erstellen.

Dieser Termin war Sonntag, der 7. Oktober 1990. Folglich mussten alle Wähler spätestens im Verlaufe der 40. KW zum Bürger des wählenden Staates gemacht werden. Der hierfür frühest mögliche Beitrittstermin ergibt sich aus dem Beschluss des Bundeskabinetts: „Der Bundesregierung erscheint jeder Beitrittstermin sinnvoll, der nach dem 2. Oktober liegt.“ Die Festlegung des Termins erfolgte schließlich in einer am 22. August von DDR-Ministerpräsident de Maizière beantragten Sondersitzung der Volkskammer, die um 21 Uhr begann. Nach hitziger Debatte gab die Präsidentin der Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl, um 02:30 Uhr am 23. August als Abstimmungsergebnis bekannt:

Die Volkskammer erklärt den Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gemäß Artikel 23 des Grundgesetzes mit der Wirkung vom 3. Oktober 1990. Das liegt Ihnen in der Drucksache Nr. 201 vor. Abgegeben wurden 363 Stimmen. Davon ist keine ungültige Stimme abgegeben worden. Mit Ja haben 294 Abgeordnete gestimmt. (Starker Beifall der CDU/DADSUFDP, teilweise der SPD, die Abgeordneten der genannten Fraktionen erheben sich von den Plätzen).“

Mit Nein haben 62 Abgeordnete gestimmt, und sieben Abgeordnete haben sich der Stimme enthalten. Meine Damen und Herren, ich glaube, das ist ein wirklich historisches Ereignis. Wir haben uns die Entscheidung alle sicher nicht leicht gemacht, aber wir haben sie heute in Verantwortung vor den Bürgern der DDR in der Folge ihres Wählerwillens getroffen. Ich danke allen, die dieses Ergebnis im Konsens über Parteigrenzen hinweg ermöglicht haben.“

In einer daran anschließenden persönlichen Erklärung antwortet der SED-PDS-Vorsitzende Gregor Gysi bedauernd: „Das Parlament hat soeben nicht mehr und nicht weniger als den Untergang der Deutschen Demokratischen Republik zum 3. Oktober 1990 (jubelnder Beifall bei der CDU/DA, der DSU und teilweise der SPD) beschlossen.“

Um kein Ereignis spinnen sich so viele Verschwörungstheorien wie um 9/11. Auf über einer Million Websites und in dutzenden Bücher und Filmen wird bezweifelt, dass am 11. September 2001 al-Qaida-Terroristen die Türme des World Trade Centers zu Fall brachten. Die Verschwörungs-Theoretiker vermuten hinter der Katastrophe den Mossad oder die US-Regierung selbst, die sich einen Grund für Krieg im ölreichen Mittleren Osten habe schaffen wollen.

Ich persönlich glaube nicht an eine Verschwörungstherapie, es wäre einfach zu einfach und selbst eine Bush-Administration hätte nicht die Eier, mehr als 3000 Menschen zu opfern für deren persönliches "Vergnügen" ... Öl. 


Das australische Märchen

Spät in der Nacht setzt sich Neil Robertson als erster Australier der Geschichte die Snooker-Krone auf. In einem von Nervosität geprägten Finale fällt die Vorentscheidung in einem echten Marathon-Frame.

Neil Robertson hat 18:13 gegen Graeme Dott gewonnen. Das Match ging praktisch über 2 Tage. Schade, dass Ronnie O'Sullivan schon recht früh rausgeflogen ist, und er uns damit nicht seinen "Zaubertrick" zeigen konnte.

Ronnie O'Sullivan 147 fastest break

Gestern hatte ich mein halbjähriges Review. Alle 6 Monate setzt sich der Team Leader mit den jeweiligen Mitarbeitern zusammen und resümiert über die vergangene Zeit.

In meinem Fall war das aus gleich zwei Gründen interessant. Denn ich habe nicht nur 6 Monate hinter mir, sondern damit auch die Probezeit. Ich bin somit jetzt ein vollwertiger SYKES Sklave. Meine Krankentage werden jetzt bezahlt und ich bekomme eine Pension bezahlt. Vielleicht steigt sogar mein Einkommen, aber das muss ich nochmal in Ruhe recherchieren. Das alles bedeutet jedenfalls, dass seit einer jahrelangen Durststrecke endlich nach einer gewissen Probezeit eine Anstellung (von Festanstellung spreche ich ja noch nicht mal) folgte. Und wie es aussieht, würden die mich auch nur sehr ungern ziehen lassen, falls ich etwas anderes finden würde.

Naja, also das Review beinhaltete eine Art Beurteilung meiner Fähigkeiten. Man bekommt Schulnoten zwischen 1 und 4 (1 = sehr gut, 4 = durchgefallen). Ich habe in nur zwei von 7 Kategorien eine 2 bekommen und das auch nur, weil ich dummerweise eine Schwäche eingestanden habe und die zweite, weil der Team Leader eigentlich nicht weiß was wir tun und somit auch nicht sagen kann, was ich noch besser machen könnte. Alles andere war "sehr gut". Gott, bin ich stolz wie Oskar.

Also hoch die Tassen auf die nächsten 6 Monate.

Ich konnte es kaum erwarten am Freitag zum Bahnhof zu gehen und mein Ticket nach Fife zu kaufen. Return-Ticket £7.20. Als ich im Bus saß hat mich Vanessa, meine Mitbewohnerin angerufen. 

"Hallo, wollen wir nicht zusammen zu diesem deutschen Bäcker gehen und einen Kaffee trinken?"

"Ja gerne. Und ein schönes Stück Schwarzwälderkirschtorte essen."

"Wo bist du gerade?"

"Auf dem Weg zum Bahnhof, mein Ticket für morgen kaufen."

"Schon wieder?"

"Ja..." (*grinsvormichher*)

"Okay, dann können wir uns da treffen. Ich bin auf dem Weg."

Als ich dann also auf Vanessa wartete, ging plötzlich der Alarm im Balmoral Hotel los und eine Horde Köche, Kellner, Zimmermädchen, Pagen, und andere Angestellte, überschwemmten den ohnehin viel zu schmalen Gehweg. 

Ein Feuer im Hotel? Oder nur eine Übung...
Wer weiß, ich bleib mal und gaffe. :-)
Und schnell ein Foto gemacht.

Und da klingelte auch schon mein Handy. Vanessa erwartete mich auf der anderen Straßenseite. Schade, damit war meine Gafferkarriere beendet, ehe sie überhaupt begonnen hatte.

Aber wir hatten spannendere Dinge vor. Wir gingen also zu FALKO, einer deutschen Konditorei, mit echtem deutschen Brot und tollen deutschen Kuchen und Torten.

Und am Sonnabend war ich dann mal wieder unterwegs...

Ich komme gerade aus dem Theater. Einen Monat musste ich warten. Doch heute abend war das Warten auf Godot vorbei. Und es hat sich gelohnt.

Patrick Stewart ("Star Trek:TNG", "X-Men") und Ian McKellen ("Herr der Ringe", "X-Men", "DaVinci Code") haben die beiden Vagabunden so toll gespielt, dass die Zuschauer sie gar nicht von der Bühne lassen wollten. Das ist echt ein Pärchen.

Beide hatten (entgegen des Plakats) einen Bart, was auch logischer ist, denn als Vagabund hat man nicht jeden Tag die Möglichkeit, sich zu rasieren. Auch dass die beiden nicht mehr die Jüngsten sind (Stewart ist 68, McKellen 69), kommt dem Spiel zugute. Und McKellen war teilweise so lustig, dass ich mich vor lachen nicht eingekriegt habe. Mein Nachbar hat zweimal nur wegen mir gelacht. Ich weiß nicht mehr, ob die Stelle gerade lustig war, ich musste einfach lachen. Und auch Stewart hat eine unerwartet komische Seite ansich, die man in seinen Filmrollen so gar nicht wahrnimmt. Ich wusste jedenfalls nicht, dass er auch komisch sein kann. Für mich waren generell beide immer Charakterschauspieler. Alles in allem war das Spiel knapp 3 Stunden lang, inklusive Pause. Echt super.

Und das i-Tüpfelchen kam dann nach dem Stück. Wir haben draußen gewartet und auch das hat sich gelohnt. Ich habe jetzt ein Autogramm von Ian McKellen (ein sehr ruhiger und beinahe schüchterner Mann) und Patrick Stewart (der viel kleiner und viel netter ist, als ich immer dachte). Fotos konnte ich leider nicht machen, weil ich viel zu aufgeregt war und auch alles viel zu schnell vorbei war. Wenn ihr wollt, scanne ich die Seite mit deren Autogrammen und stelle sie ein ...

Boah, watt ein Erlebnis.

Waiting for Godot ... mit McKellen & Stewart ... jederzeit wieder.

Wertung: 5 Sterne

Heute gabs das erste volle Gehalt. Oh, so ville Jeld ...

Das Prozedere:

Der Teammanager kommt rum, mit einem Arm voller "Gehaltsstreifen" (hübsch verschweißt ... die Gehaltsstreifen ... damit keiner reingucken kann), man muss ne Unterschrift abgeben, dass man alles erhalten hat und dann bleibt für einen Moment die Zeit stehen. Alles um einen herum, und man selbst auch, öffnet verschwörerisch den "Streifen" und guckt rein.

Juchu, so viel Geld ... das hatte ich nicht mal in Deutschland, als ich noch Vollzeit gearbeitet hab. Naja, wäre der FHI-Job voll gewesen, wäre es wohl so gewesen ...

Jetzt bin ich ja echt mal gespannt, wie viel am Ende des Monats übrigbleibt, damit ich mit der Planung (Suche nach einer eigenen Wohnung, weil eine WG für definitiv nicht mehr in Frage kommt, Umzug von D nach UK, etc.) beginnen kann.

Das AA in Potsdam war ja so nett, mich die ersten 6 Monate zu unterstützen ... für den Fall, dass ich zurückkomme.

Ach Leute, ich vermiss euch manchmal. :-(

Gestern hatte ich geschrieben, dass ich aus lauter Verzweiflung einen Bankaccount bei der HSBC eröffnet habe und heute lagen gefühlte 200 Briefe im Flur, alle für mich.

Die Bank of Scotland schickt mir meine Anweisungen fürs Internetbanking, meine Geheimnummer aber noch immer keine Karte.

Die HSBC schickt mir alles (außer meiner Geheimnummer ... die aber sicher morgen oder übermorgen da sein wird), was bedeutet, das ich sofort im Internet gucken kann, ob der eingezahlte Check wirklich meinem Konto gutgeschrieben wurde.

Puh, ja wurde er.

Iih, freu mi. Dann kann es jetzt ja losgehen...

Ich warte jetzt drei Wochen, musste schon ein zweites Mal beweisen, dass ich ich bin und habe jetzt die Faxen dicke. Selbst die Registrierungskarte der NIN ist mittlerweile angekommen und das dauert in der Regel 4-6 Wochen.

Heute (Sonntag) bin ich zur HSBC gegangen und habe schnell mal dort ein Konto eröffnet. Nach knapp 10 Minuten, hatte ich alle Papiere in der Hand, konnte meinen ersten Gehaltscheck einzahlen und bekomme bis Donnerstag meine Karte/Geheimnummer.

Mir war schon bisschen schwindelig (Vorsicht: Sarkasmus), von der Schnelligkeit.