The Best Exotic Marigold Hotel

Als eine Gruppe britischer Pensionäre in Indien eintrifft, um dort den Lebensabend zu verbringen, erwartet sie eine Überraschung. Ihr als luxuriös angepriesenes Hotel entpuppt sich als etwas heruntergekommenes Entwicklungsprojekt, in dem der junge indische Hotelleiter seine ersten Gäste überhaupt begrüßt. Schon hier lernen die gereiften Emigranten, sich an die Gegebenheiten anzupassen und ein Land zu entdecken, das Chaos und Hektik, aber auch ungewohnte Erfahrungen und Chancen auf Erneuerung bietet.

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Meine Meinung

Schöner Film mit tollen Darstellern, süßen kleinen Geschichten, mal lustig und mal sentimental. Sehr empfehlenswert. Achja, und Indien...

The Woman In Black

Junganwalt Kipps gilt als verzichtbar in einer großen Londoner Kanzlei, weshalb gerade er den Auftrag bekommt, den sonst niemand annehmen will. In einem von Marschland umgebenen, völlig isolierten Anwesen soll er das Erbe der verstorbenen Besitzerin klären. Dort bemerkt Kipps schnell, dass er bei den Einheimischen nicht, bei einer gespenstischen Erscheinung aber durchaus willkommen ist. Denn wer immer auch sie, die Frau in Schwarz, zu Gesicht bekommt, löst bei ihr eine Reaktion aus, die Unschuldigen das Leben kostet.

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Meine Meinung

Hab den Film letztes Wochenende gesehen. Abgesehen von den vielen Teenagern, die sich den Film nur wegen Daniel Radcliffe (Harry Potter) angeschaut haben, war der Film wirklich gut. Jeder der HAMMER Horror Filme mag, sollte sich den hier anschauen.

The Iron Lady

Die Anfänge als Lokalpolitikerin in einem Bezirk Nordlondons sind für Margaret Thatcher schwer. Die männlichen Kollegen nehmen sie nicht ernst, erste politische Gehversuche scheitern. Doch dann wird sie 1961 Parlamentssekretärin, ein Posten als Ministerin folgt. 1979 avanciert sie zur ersten weiblichen Ministerpräsidentin Großbritanniens, ein Amt, das sie bis 1990 bekleidet. An ihrer Seite steht Ehemann Denis, Vater ihrer Zwillinge, Liebhaber, Berater und Stütze. Als sie 1982 Argentinien nach der Besetzung der Falklandinseln den Krieg erklärt, erhöht sich der politische Druck auf sie.

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Meine Meinung

Absolut fantastischer Film. Schon nach wenigen Minuten vergisst man, dass Meryl Streep die "eiserne Lady" nur spielt, aber nicht selbst ist. Körpersprache, Dialekt, Stimme, alles einfach unschlagbar. Wenn sie nicht den Oscar für die beste Hauptdarstellerin bekommt, weiß ich auch nicht mehr ...

Ziemlich beste Freunde

Der arbeitslose und frisch aus dem Knast entlassene Driss bewirbt sich pro forma als Pfleger beim querschnittsgelähmten reichen Erbe Philippe, um den Stempel für die Arbeitslosenunterstützung zu bekommen. Gegen jede Vernunft engagiert ihn der reiche Aristokrat, weil er spürt, dass dieser farbige Junge aus der Banlieue ihm nicht mit Mitleid begegnet. Statt mit dem Behindertenauto düsen die beiden bald mit dem Maserati durch Paris, rauchen Joints, laden schon mal zu einer Orgie ein. Beide respektieren sich, und Philippe gewinnt neue Kraft für das, was ihm vom Leben bleibt.

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Meine Meinung

Ein super schöner Film, der kein falsches Mitleid lehrt.

Don 2

Zur Überraschung Interpols und der Agentin Roma, die noch eine Rechnung mit ihm offen hat, stellt sich der flüchtige Unterweltkönig Don den Behörden. Aber nur, um kurz darauf mit seinem Erzfeind aus den Gefängnis auszubrechen und in Berlin aufzutauchen. Dort plant der kriminelle Mastermind seinen größten Coup: Er will aus der Deutschen Zentralbank Euro-Druckplatten entwenden, wofür er mit seinem Team minutiös den Einbruch samt Geiselnahme austüftelt. Derweil spielt er mit der perplexen Roma und anderen Gangstern lässig Katz und Maus.

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Meine Meinung

Ich fand den Film sehr gut. Aber das mag, nach all den negativen Stimmen zum Film, wohl hauptsächlich an Shahrukh Khan liegen.

Ra.One

Hab den Film heute gesehen und mich köstlich amüsiert. Es war ein echter SciFi-Action-Thriller-Comedy-Drama-Krimi. Masala. Die Musik war zusammen mit dem Film echt gut, wobei ich mich einfach nicht an Akon in einem Bollywood Film gewöhnen kann/will. 5 Stars! Great stuff, well done, Shahrukh!!!

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Buried - Lebend begraben

Viel mehr als ein Konzeptfilm: Buried bietet 90 hochspannende Minuten in einem Sarg mit Ryan Reynolds.

Darüber zu lesen kann das Erlebnis von Buried – Lebend begraben (Buried) nicht vorwegnehmen. Es ist auch kaum zu erwarten, dass ein Film, der ausschließlich in einem verschlossenen Sarg unter der Erde spielt, derart abwechslungsreich, spannend und unterhaltsam ist, Thrill und Leichtigkeit miteinander zu verbinden weiß, wie es hier der Fall ist. Rascheln in der Kiste: Zunächst bleibt die Leinwand schwarz, einige wenige Geräusche verdichten sich nach und nach zu den Befreiungsversuchen eines Mannes, der, wie wir erst etwas später sehen werden, gefesselt und geknebelt in einem Holzsarg liegt. Das erste Bild, auf dem etwas zu sehen ist, erleuchtet im flackernden Licht eines Feuerzeugs. In der Folge wird Paul Conroy (Ryan Reynolds) auch eine Taschenlampe und ein paar weitere Utensilien im engen Raum des Films vorfinden, deren Entdeckung und Verwendung sich nach und nach zu einer kleinen Schnitzeljagd ohne Bewegungsfreiheit entwickelt.

Buried lebt zunächst von der ins Extrem gesteigerten Prämisse vieler Thriller und Horrorfilme eines eingesperrten Protagonisten mit diffusem und unsichtbarem Gegner. So bleibt bis zum Schluss spannend, wer welche Interessen damit verfolgen könnte, dass Paul, laut eigener Aussage ein einfacher Trucker im humanitären Einsatz im Irak, unter der Erde bleibt. Die Ausweglosigkeit seiner Gefangenschaft scheint nur im ersten Augenblick gemindert, als Paul nach kurzer Zeit ein Handy an seinen Füßen vibrieren hört und etwas später eine Lösegeldforderung erhält. Tatsächlich sind es die immer wieder scheiternden Kommunikationsversuche mit der Außenwelt, die die Dramatik der Situation erst so richtig entstehen lassen. Auch für die Telefonate, ob mit Notruf, FBI oder diversen Mailboxen, verlässt Buried niemals den Sarg, sondern offenbart vielmehr über die Gespräche die existenzielle Einsamkeit seines Protagonisten, die das ferne Gegenüber nie überwinden kann. Denn im Gegensatz zu Beatrix Kiddo im Grab von Paula Shulz in Kill Bill: Vol. 2 (2004) gibt es für Paul kein postmodernes Entkommen mit Martial Arts und ironisch eingesetzter Fanfare.

Das Drehbuch von Chris Sparling meint es ernst und schickt Paul durch einen Spießrutenlauf auf zwei Quadratmetern mit wechselnden Gegnern. Sein Verdienst ist es auch, dass die Handlung trotz des engen Rahmens stets intensiv bleibt und dennoch in der Form von Galgenhumor, Wutanfällen und absurden Unterhaltungen etwas comic relief bietet. Die Beklemmung, die die Grundsituation per se auslöst, wird durch diese kurzen Ausbrüche sogar noch verstärkt und mit einem satirischen Kommentar zur kapitalistischen Gesellschaft versehen. Es sei nur soviel verraten: Nicht alle Gesprächspartner gehen menschlich mit Pauls Situation um. Die Effektivität des Drehbuchs, das geschickt den Eindruck vermeidet, einzelne Szenen dienten lediglich der Suspense-Verzögerung, findet in Regie und Montage von Rodrigo Cortés ihre Entsprechung.

Cortés legt mit seinem zweiten Langspielfilm den besten Beweis dafür vor, dass die Kunst der Inszenierung auch und gerade im ökonomischen Setting zutage tritt. Als Inspiration für die Arbeit mit Einschränkungen nennt er Hitchcock und dessen fulminanten Cocktail für eine Leiche (Rope, 1948), der in einer einzigen sichtbaren Einstellung in einem Wohnzimmer und fast in Echtzeit erzählt ist. Und tatsächlich baut auch Cortés stark auf die Erzeugung von Suspense durch die ständige Präsenz der unmittelbaren Gefahr und die Erwartung des unausweichlich scheinenden Endes. Die Inszenierungseinschränkungen des ungleich radikaleren Settings in Buried erinnern dabei allerdings stärker an das Regie-Experiment The Five Obstructions (De fem benspænd, 2003), in dem Lars von Trier seinem ehemaligen Filmlehrer für das Remake eines eigenen Kurzfilms fünf Auflagen erteilt. Im zweiten Versuch muss Jørgen Leth am schlimmsten Ort der Welt drehen, ohne diesen zeigen zu dürfen. Wie im dänischen Werk erweisen sich auch in Buried die Einschränkungen als äußerst produktiv. So setzt Cortés für sein besonderes Kammerspiel allerlei Tricks ein, um für visuelle Abwechslung zu sorgen. Im Dunkel des Sargs kommt der Beleuchtung eine große Rolle zu: Nicht nur wird es zwischendurch immer wieder komplett schwarz, sondern auch eine mal rötliches, mal gelbliches Licht spendende Taschenlampe kommt zum Einsatz. Die One-Man-Show Ryan Reynolds gerät dabei trotz ständiger Groß- und Detailaufnahmen in den Hintergrund.

Buried ist zugleich ein Film über den Menschen und seine Werkzeuge, das Handy, das geortet werden soll und als Videokamera dient, den Schnaps und das Feuerzeug, die gemeinsam zum Brand führen können, ein Messer und einen Stift, beides als Waffen einsetzbare Gegenstände, die im Grab letztlich ihre Nützlichkeit einbüßen. Wer der Natur ausgeliefert ist, dem helfen Werkzeuge alleine nicht mehr viel: Der Mensch ist auf andere Menschen angewiesen. Zumal Pauls wahrer Gegner im Sarg die Zeit ist, die Zeit, die bleibt, bevor er erstickt. Wenn durch die Ritzen im Holzsarg nach und nach auch Sand einzufließen beginnt, wird der Sarg schließlich zu einer Sanduhr, in der der Protagonist selbst liegt. In diesen Momenten ist der Film, Experiment hin oder her, ganz bei sich und schlicht ein unheimlich effektiver Thriller.

Kritik von Frédéric Jaeger

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The Last Exorcism

Und noch ein Horrorfilm, der als Reality-Doku daher kommt. Doch "Der letzte Exorzismus" ist erstens gar nicht mal so verwackelt- und im Zentrum des Films steht zweitens eine ziemlich gute Idee!

Nämlich ein herrlich schmieriger und selbstverliebter Prediger, der selber ungläubig ist und dennoch Exorzismen veranstaltet, um der leichtgläubigen Südstaaten-Bevölkerung die Knete aus der Tasche zu ziehen.

Klar, dass diese neueste Mission schwieriger verläuft als erwartet, doch der Hamburger Regisseur Daniel Stamm versteht es, uns lange im Dunkeln zu lassen, ob hier nun Übersinnliches oder Erklärbares passiert, was den "letzten Exorzismus" zu einem gelegentlich recht cleveren und überdurchschnittlich spannendem Gruselfilm macht!

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We Are Family

Vollblutmutter Mayaist alleinerziehend und lebt mit ihren drei Kindern Aleya, Ankush und Anjali in Sydney. Seit der Scheidung von Aman schmeißt sie den Haushalt alleine und hält die Familie zusammen. Eines Tages stellt Aman seine neue Freundin vor, die quirlige Karrierefrau Shreya, die von Kindern und Mutter gleich als böse Hexe abgetan wird. Doch als Maya erfährt, dass sie nur noch wenige Monate zu leben hat, versucht sie alles, um aus der warmherzigen aber tollpatschigen Shreya eine gute Mutter für ihre Kinder zu machen.

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Inception

Inhalt

Dom Cobb ist Spezialist, wenn es darum geht, in die Köpfe anderer Menschen einzubrechen und Ideen zu stehlen. Nun soll er im Auftrag des japanischen Magnaten einen Schritt weiter gehen: Im Kopf des jungen Erben Robert Fischer soll er eine Idee einpflanzen, die dafür sorgen soll, dass der den Konzern seines verstorbenen Vaters zerschlägt. Cobb versammelt ein neues Team sich und macht sich an die Arbeit. Als größtes Hindernis erweist sich seine Erinnerung an seine verstorbene Frau Mal, die seine Pläne in der Traumwelt torpediert. Und den Verdacht nahelegt, Conn könne das gesamte Abenteuer selbst nur träumen.

Kritik

Virtuos verschachtelter und visuell visionärer Science-Fiction-Actionthriller, in dem "Dark Knight"-Regisseur Christopher Nolan Leonardo DiCaprio als Traumspion inszeniert.

Nolan, der das für geschätzte 150 Mio. Dollar realisierte Projekt ursprünglich als Überbrückung zwischen seinem letzten und kommenden "Batman"-Filmen sah, bietet eine vielschichtigen Zukunftsvision voller dichter Atmosphäre, außergewöhnlicher Ästhetik und atemloser Action. Die von ihm geschriebene komplexe Geschichte dreht sich um ein "Ocean's 11"-angehauchtes, wenn auch ungleich ernsthafteres Heist-Team, das nicht Banken überfällt, sondern zwecks Industriespionage das Unterbewusstsein ihrer Opfer im Traumzustand knackt. Dafür ließ sich der Brite von populärem Kino- und Kulturgut inspirieren, das von "Matrix", James Bond-Filmen, über "2001", griechischer Mythologie, C.G. Jung bis hin zur Kunst von M.C. Escher und Magritte reicht. So entsteht ein vertracktes Kino-Konstrukt, das philosophische Fragen über Existenz zwischen Traum und Wirklichkeit aufgreift (Memo: "Memento") , emotionale Schluchten von Schuld und Sehnsucht erkundet, (teils etwas zu) konventionelle Actionpirouetten dreht und ein visuell kunstvolles Universum konstruiert, das einem surrealen Fiebertraum entsprungen anmutet.

Der Film beginnt ähnlich wie "Bourne". Der Protagonist (DiCaprio) wird am Strand angespült und daraufhin vor den steinalten Yakuza-Boss Saito (Ken Watanabe) geschleppt. Nach ersten Action-Aufwallungen stellt sich schnell heraus, dass "Traum-Extraktor" Cobb tatsächlich lediglich von Saito für einen besonders komplizierten Job getestet wird. So soll er in die Psyche des mit Saito konkurrierenden Konzern-Erben Robert Fischer (Cillian Murphy) einbrechen und ihm die Idee einpflanzen, seine Firmen aufzuteilen. Dafür stellt Cobb ein illustres Team zusammen, bestehend aus seiner rechten Hand Arthur (Joseph Gordon-Levitt), dem Shapeshifter (er kann sich als jede beliebige Figur in einen Traum einschleichen) Eames (Tom Hardy), der Traumwelt-Architektin ("Juno" Ellen Page kann mit ihrem kindlichen Aussehen nicht voll als geniale Labyrinth-Designerin überzeugen) und dem Pharmakologen Yusuf (Dileep Rao). Kompliziert wird ihre "Mission Impossible" durch das Auftauchen von Cobbs verstorbener Frau Mal (Oscargewinnerin Marion Cotillard als maliziöse Traumgestalt). Sie strapaziert Cobbs geistige Gesundheit. Und gerade bei dem auf vier verschiedenen Ebenen ausgetragenen Heist-Herzstück in Fischers Psyche kann Cobb sich keine Fehler leisten, da dies für alle Beteiligten fatale Folgen haben könnte.

Der Zuschauer hat das Vergnügen, sich durch einen intellektuellen Irrgarten zu navigieren, wobei Ariadne teils etwas unelegant als Krücke herhalten muss, um den Faden der Erkenntnis zu spinnen. DiCaprio meistert seine Rolle als komplex angelegter Protagonist ohne Mühe und insbesondere seine Szenen mit Cotillard verfügen über beträchtliche emotionale Wucht. Geklotzt wird auch bei den Actionsequenzen, die mehrfach unübersehbare Bond-Parallelen aufweisen. Kein Wunder, hat Nolan doch Interesse bekundet, Agent 007 inszenieren zu wollen. Zunächst gilt es jedoch sein aktuelles Werk zu genießen, das mit smarter Spannung, Starbesetzung und großartigen Schauwerten aufwartet. ara.

Meine Meinung

Absolut spannend, zum mehrmals gucken.

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